Bildbearbeitungsseminar
Das nächste dreitägige Seminar auf Grundlage der neuen Bildbearbeitungsfibel wird Ende April in diesem Seminarraum in Hamburg stattfinden. Der genaue Termin wird mit den Interessenten abgestimmt. In kleinen Gruppen von maximal vier Teilnehmern ergibt sich eine entspannte Lernatmosphäre mit genügend Zeit, auf individuelle Fragen einzugehen. Der genaue Termin steht noch nicht fest.
Zum Inhalt:
Nachdem wir unseren digitalen Arbeitsplatz eingerichtet haben beschäftigen wir uns mit dem Thema Bildgröße und Auflösung. Sie erfahren, warum die gute alte 300-dpi-Regel nicht immer greift, obwohl sie von vielen Grafikern als ehernes Gesetz betrachtet wird. Danach lernen Sie, wie man ein Bildausschnitt rechnet und maßstabsgerecht skaliert. Sie werden ein Architekturfoto mit zwei Werkzeugen entzerren und die tonnenförmige Verzeichnung eines Weitwinkelfotos korrigieren. Der erste Tag endet mit dem Thema Kontrast, Helligkeit und Farbe. Sie widmen sich den Grundlagen des farbmetrisch korrekten Arbeitens. Indem Sie die Grenzen des Zahlenraums des digitalen Bildes erkennen, lernen Sie ihn präzise auszureizen, ohne dass Sie Ihr Bild durch Tonwertbeschneidungen beschädigen.
Der zweite Tag beginnt mit Übungen zur mit pixelgenauen Kanalbeschneidung bei der Tonwertkorrektur, zur Farbkorrektur von Hauttönen nach farbmetrischen Regeln, zur selektiven Farbkorrektur und zum Weißabgleich. Dann beschäftigen wir uns mit der Dynamiksteigerung durch das Tiefen/Lichter-Werkzeug und seinem Urahnen, dem Scharfzeichnungsfilter. Es folgt das Thema Retusche. Ich zeige Ihnen, wieso viele Fotografen das Stempelwerkzeug falsch benutzen. Sie lernen pixelgenaues Retuschieren mit dem Kopierstempel, und Sie lernen, diese Retusche auf einer separaten Ebene anzulegen. Das gibt Ihnen die Möglichkeit, jeden Bearbeitungsfehler jederzeit wieder rückgängig zu machen. Danach mache ich Sie mit dem Reparaturpinsel-Werkzeug vertraut, einer genialen Weiterentwicklung des Kopierstempel-Werkzeugs. Sie lernen die Strategie, für jeden einzelnen Retuscheschritt einer Portraitretusche die richtige Kopierquelle auszuwählen. Schwerpunkt der folgenden Übungen wird das Arbeiten mit Transparenzen sein. Mit Hilfe von Ebenenmasken lassen wir korrigierte und unkorrigierte Bildteile mit variablen Mischverhältnissen verheiraten. Grade bei Portraitretuschen brauchen wir eine Ebene mit einer überkorrigierten Bildversion um das richtige Maß der Korrektur zu justieren (siehe Buchseite 66). Die gute Bildbearbeitung fällt nicht auf. Nur die unperfekte, überkorrigierte erkennen wir auf den ersten Blick. Nach diesen Übungen werden Sie verstehen, warum Werkzeuge wie Abwedler und Nachbelichter in der professionellen Bildbearbeitung nichts zu suchen haben. Wenn noch etwas Zeit bleibt widmen wir uns am Ende des zweiten Tages dem Thema Stapelverarbeitung.
Der dritte Tag beginnt mit dem Thema Colormanagement. Eine verblüffende Übung macht Sie mit den Funktionen von Profilen und Farbräumen vertraut. Dann besprechen wir die Voraussetzungen dafür, dass Monitorbild und Druckergebnis übereinstimmen. Wir fertigen von unserer perfekten Retusche einen Proofdruck nach ISO-Standard und zertifizieren ihn, damit er für jede Druckerei verbindlich ist. Nach dem etwas theorielastigen Farbmanagement endet der dritte Tag wieder mit praktischen Übungen: Das Morphing, ist der heikelsten Bereich der Portraitkorrektur. Sie werden viel Spaß damit haben. Eine minimal hochgezogene Augenbraue, ein leicht veränderter Mundwinkel und schon wird das Bild emotionaler. Das Morphing darf aber nur so stark sein, dass selbst der Portraitierte es nicht bemerkt. Zum Ende des letzten Tages werden Sie gelernt haben, wie Sie mit wenigen Werkzeugen und wenigen Arbeitsschritten zum professionellen Bildergebnis kommen. Und Sie werden die technischen Kriterien verstehen, nach denen die Fachleute von Lithoanstalten und Druckereien Ihre Bilder beurteilen.
Das dreitägige Seminar mit maximal vier Teilnehmern kostet pro Person 892,50 Euro incl. 19% Mwst. (netto 750,00 Euro, zzgl. 142,50 Euro Mwst.).
Buchungsinformationen finden Sie hier.
Gruß vom Kielort
Wolfgang Pfaffe