Wer ist denn das, der Pixelteacher?

 

An der Hochschule für bildende Künste in Kassel habe ich bei Prof. F.M. Neusüss Fotografie studiert. Schon damals war mir die Realität nicht genug. Mit einfachsten analogen Werkzeugen entwickelte ich die Techniken, die ich heute in meinen Patchwork-Seminaren unterrichte.
1979, gleich nach dem Studium zog es mich nach Paris, weil ich überzeugt war, dort sei der Start in die Profiliga leichter als in der nordhessischen Provinz.

 

So viel Naivität hat das Schicksal belohnt: Nachdem ich in der ersten Woche nachts im Bois de Boulogne in meinem VW-Bus geschlafen hatte (damals war das noch möglich), fand ich eine wunderbare Wohnung am Boulevard de Clichy, nur hundertfünfzig Meter vom Place Pigalle. Drei Wochen später lernte ich die Agentin Herma Polcuch kennen, die meine Mappe mit nach München zur Playboy-Redaktion nahm. Mindestens drei Nummern zu groß empfand ich Greenhorn aus Kassel dann den ersten Auftrag: eine Titelproduktion in Patchworktechnik mit geklontem Model.

Erst als das Heft am Kiosk lag, wusste ich, dass ich einen großen Schritt voran gekommen bin. Mein nächstes Ziel war ein eigenes Studio, um ohne Zeitbegrenzung von Mietstudios an meinen Bildideen arbeiten zu können. In Hamburg habe ich das Passende gefunden.
In den folgenden zwei Jahrzehnten fotografierte ich so ziemlich alles: von der Werbekampagne bis zur Katalogproduktion, vom Editorial bis zum Geschäftsbericht.

Und wo bleibt die Kunst?

 

1990 habe ich meine erste Ausstellung auf Mundi Mundi Plain inszeniert, einem mystischen Platz in der australischen Wüste. Sieben große Plakatwände habe ich wie die Steine von Stonehenge nach der Sonne ausgerichtet.

Von Anfang an bin ich in der inszenierenden Fotografie zu Hause. Wohl meine einzige dokumentarische Arbeit wurde 1996 fertig:

Die Narbe in der Landschaft Deutschlands mit Infrarot-Luftbildfotos von der deutsch/deutschen Grenze.

 

 

Das Jahr 2000 ist das Geburtsjahr des Pixelteacher. Nachdem ich immer häufiger von Kollegen gefragt worden war, wie man zwei Bilder zu einem zusammenbaut, ohne dass man „was sieht“, habe ich mein Talent für die einfache nachvollziehbare Erklärung entdeckt. Auf der Suche nach einer Dokumentation für meine ersten Seminare fand ich leider kein geeignetes Lehrbuch. Es gab viele Bücher, die alle Photoshop-Menüs erklärt haben. Keines fing beim Pixel an. Wie viele brauchen wir davon, und wie machen wir sie blauer? Wer das Wesen des  Pixels verstanden hat, versteht die Bildbearbeitung. Digitale Bildbearbeitung ist nichts anderes als die Veränderung von Pixeln. Also schrieb ich die Dokumentationen für die ersten Seminare selbst. Aus den von Seminar zu Seminar  schrittweise verbesserten Dokumentationen und Übungsdateien ist 2005 mein erstes Buch entstanden: Digitale Bildbearbeitung für Fotografen erschien im Springer Verlag Heidelberg. Das Buch gewann den Deutschen Fotobuchpreis und ist inzwischen vergriffen.

Das Konzept für die Bildbearbeitungsfibel entwickelte ich in den folgenden Jahren aus meiner wachsenden Lehrerfahrung. Keine Tipps und Tricks sondern solides professionelles Basiswissen einfach erklärt, wie in einer Kinderfibel. Wichtig war mir, die Inhalte so zu gestalten, dass das Buch nicht mit der nächsten Programmversion veraltet. Inzwischen ist die überarbeitete, zweite Auflage der Bildbearbeitungsfibel 1 zusammen mit der Bildbearbeitungsfibel 2 erschienen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Bildbearbeitungsfibel 2 erklärt, was der Profifotograf über den Umgang mit digitaler Farbe wissen sollte.

Schauen Sie mal rein.

 

 

der Pixelteacher

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